Kampagne für Entschuldung und Entschädigung im südlichen Afrika

Campagne pour l'annulation des dettes et les réparations en Afrique australe

International Apartheid Debt and Reparations Campaign

News

Von der Apartheid bis heute:
Verdeckte Geschäfte und Profite in Südafrika

Veranstaltungen mit Hennie van Vuuren, der Passagen aus seinem Buch liest und mit Sachverständigen aus der Schweiz diskutiert

Hennie van Vuuren
Apartheid, Guns and Money

22. Januar 2019, 20 Uhr, Gessneralle, Zürich
mit der feministischen Ökonomin und langjährigen Anti-Apartheid-Aktivistin Mascha Madörin.
www.gessnerallee.ch

23. Januar 2019, 20 Uhr, Dampfzentrale, Bern (Achtung auf einem Teil der Flyer falsches Datum 29. Januar)
mit dem Historiker und Anti-Apartheid-Aktivisten Jo Lang.
www.dampfzentrale.ch

24. Januar 2019, 18.15 Uhr, HEAD, Genève, Rue du Général-Dufour 2
Einleitend künstlerische Videoarbeit zum Goldhandel von Denise Bertschi.

29. Januar 2019, 20 Uhr, Kaserne, Basel (Achtung auf einem Teil der Flyer falsches Datum 23. Januar)
mit dem Korruptionsexperten Prof. Mark Pieth.
www.kaserne-basel.ch

Organisiert von
KEESA, Kampagne für Entschuldung und Entschädigung im südlichen Afrika und Tim Zulauf/KMUProduktionen, im Rahmen des Theaterprojekts «Converting Eviction»

Hennie van Vuurens Buch Apartheid Guns and Money liest sich wie ein Krimi. Es beschreibt wie sich das weisse Minderheitsregime Südafrikas am Leben erhielt, als es in den 1970er und 1980er Jahren zunehmend unter Druck geriet. Trotz internationaler Sanktionen sorgte ein klandestines Korruptionsnetzwerk für die Versorgung des Apartheidstaates mit Gütern aus dem Ausland. Drahtzieher in europäischen Regierungen, Geheimdiensten, Firmen und Banken lieferten Waffen und wuschen Geld. Und kassierten zusätzlich für das Umgehen der internationalen Sanktionen gegen Südafrika.

Flyer here


Rita Kesselring
Bodies of Truth, Law, Memory, and Emacipation in Post-Apartheid South Africa

Das Thema der Gerechtigkeit für die Opfer der Apartheid hat die KEESA seit ihrer Gründung im Jahr 1998 beschäftigt. Wir setzten uns dafür ein, dass sich die Schweizer Regierung und Unternehmen, die von der Apartheid profitierten, für ihre Rolle während der Apartheidzeit entschuldigen und Hand bieten zu Reparationszahlungen. In diesem Zusammenhang haben wir auch die Klagen gegen multi-national tätige Firmen unterstützt, die 2002 von Khulumani in New York eingereicht wurden.

Während vier Jahren hat KEESA-Mitglied Rita Kesselring Opfer von schwerer Gewalt in Südafrika begleitet. Sie wollte verstehen, wie die traumatischen körperlichen und psychischen Erfahrungen deren Leben beeinflussten und wie sie sich im Kontext der Postapartheid in Südafrika zurechtfinden. In dem daraus entstandenen Buch Bodies of Truth verbindet die Autorin die persönliche Erfahrungsebene mit der Ebene der internationalen juristischen Arena.

Das Buch ist ein wichtiges Dokument gegen das Vergessen, indem es den Zehntausenden von namenlosen Opfern eine Stimme gibt. 1997 überreichte das Entschädigungskomitee der Wahrheits- und Versöhnungskommission dem damaligen Staatspräsidenten ihren Bericht, der konzise Empfehlungen zur Herstellung von Gerechtigkeit für die Oper schwerer Gewalt enthielt. Bis heute warten diese auf die Umsetzung dieser Empfehlungen. Viele von ihnen leben mit ihren schmerzhaften Erinnerungen und körperlichen und psychischen Versehrtheiten nach wie vor unter äusserst prekären Bedingungen.

Bodies of Truth, 249 S., Stanford University Press 2017, kann zum Preis von CHF 18.- zuzüglich Porto via email to KEESA bezogen werden.