Kampagne für Entschuldung und Entschädigung im südlichen Afrika

Campagne pour l'annulation des dettes et les réparations en Afrique australe

International Apartheid Debt and Reparations Campaign

Aktualität

Informationsveranstaltung

Credit Suisse – Schuldenaffäre in Mosambik

Zwischen 2013 und 2014 präsentierte die Regierung in Mosambik ein Thunfischfangprojekt als Massnahme gegen die wirtschaftliche Krise. Später sickerte durch, dass es bei dem Projekt auch um Küstenschutz gehe. Die Schweizer Grossbank Credit Suisse war durch die Vergabe von Krediten in diese Vorhaben involviert. Aber die geplanten Projekte verliefen auf dubiose Weise im Sand, und der mosambikanischen Bevölkerung blieb ein Schuldenberg von zwei Milliarden US-Dollar. Drei Referent*innen aus Mosambik besuchen im April die Schweiz, um über die Hintergründe dieser Schuldenaffäre aufzuklären.

Dienstag 23. April 2019, 19 Uhr, Langstrasse 200, Zürich

Mittwoch 24. April 2019, 19 Uhr, Gewerkschaftshaus, Rebgasse 1, Basel

Donnerstag 25. April 2019, 19.30 Uhr, Casa d'Italia, Bühlstr. 57, Bern

Flyer here

Organisiert von
Actares, attac, Helvetas, KEESA, Kovi-Netzwerk Bern, MultiWatch, Public Eye Regionalgruppen Bern und Zürich


Rita Kesselring
Bodies of Truth, Law, Memory, and Emacipation in Post-Apartheid South Africa

Das Thema der Gerechtigkeit für die Opfer der Apartheid hat die KEESA seit ihrer Gründung im Jahr 1998 beschäftigt. Wir setzten uns dafür ein, dass sich die Schweizer Regierung und Unternehmen, die von der Apartheid profitierten, für ihre Rolle während der Apartheidzeit entschuldigen und Hand bieten zu Reparationszahlungen. In diesem Zusammenhang haben wir auch die Klagen gegen multi-national tätige Firmen unterstützt, die 2002 von Khulumani in New York eingereicht wurden.

Während vier Jahren hat KEESA-Mitglied Rita Kesselring Opfer von schwerer Gewalt in Südafrika begleitet. Sie wollte verstehen, wie die traumatischen körperlichen und psychischen Erfahrungen deren Leben beeinflussten und wie sie sich im Kontext der Postapartheid in Südafrika zurechtfinden. In dem daraus entstandenen Buch Bodies of Truth verbindet die Autorin die persönliche Erfahrungsebene mit der Ebene der internationalen juristischen Arena.

Das Buch ist ein wichtiges Dokument gegen das Vergessen, indem es den Zehntausenden von namenlosen Opfern eine Stimme gibt. 1997 überreichte das Entschädigungskomitee der Wahrheits- und Versöhnungskommission dem damaligen Staatspräsidenten ihren Bericht, der konzise Empfehlungen zur Herstellung von Gerechtigkeit für die Oper schwerer Gewalt enthielt. Bis heute warten diese auf die Umsetzung dieser Empfehlungen. Viele von ihnen leben mit ihren schmerzhaften Erinnerungen und körperlichen und psychischen Versehrtheiten nach wie vor unter äusserst prekären Bedingungen.

Bodies of Truth, 249 S., Stanford University Press 2017, kann zum Preis von CHF 18.- zuzüglich Porto via email to KEESA bezogen werden.